Mirko Anhäuser


Neue Woche, neue Ausgabe unserer allseits beliebten Serie „Der SV fragt – Ihr antwortet“

Nachdem zuletzt vornehmlich aktive Trainer-und Verantwortliche zu Wort gekommen sind, stellt sich in dieser Woche mit Mirko Anhäuser ein ehemaliger Spieler unseres Vereins vor, der fast zwei Jahrzehnte für den SV gekickt und „die Knochen hingehalten“ hat, ehe er im Winter eine neue Herausforderung gesucht hat.


Hallo Mirko, Du bist ein Rengsdorfer Eigengewächs, hast alle Jugendmannschaften des SV durchlaufen und wohnst noch immer im Ort. Stell Dich bitte nochmal kurz selbst vor.
Hallo, ich heiße Mirko Anhäuser, bin 24 Jahre alt und studiere in Koblenz. Ich habe meine komplette Jugend und auch die ersten Seniorenjahre beim SV Rengsdorf gespielt.


In der vergangenen Winterpause hast Du den SV Rengsdorf nach einer langen Zeit verlassen und bist zum Bezirksligaspitzenteam aus Ellingen gewechselt. Was hat letztlich den Ausschlag für Deinen Wechsel gegeben?
Ich weiß natürlich, dass ein Wechsel in der Winterpause immer eine gewisse Brisanz mit sich bringt.
Erst recht, wenn die eigene Mannschaft auf einem Abstiegsplatz steht.
Natürlich wollte ich mit meinem Wechsel niemandem vor den Kopf stoßen.
Leider habe ich persönlich die Situation in der Hinrunde als nicht zufriedenstellend empfunden, was ich als Teil des Mannschaftsrats auch offen gesagt habe. Als sich dann für mich die Möglichkeit ergeben hat, mit Ellingen um den Aufstieg in die Rheinlandliga zu spielen, habe ich mich letztlich für den Wechsel entschieden, um die Chance wahrnehmen zu können, einmal höherklassig Fußball spielen zu können.
Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal bei meinen alten Teamkollegen und dem gesamten Verein bedanken, dass sie diesen Wechsel trotz der Umstände so akzeptiert haben und ich mich weiterhin noch auf dem Sportplatz blicken lassen kann.


In Ellingen bist Du direkt zum Stammspieler gereift. Wie hast Du deine erste Halbserie in Ellingen erlebt?
Ich bin froh, dass ich nach meiner Schulterverletzung in der Hinrunde relativ schnell Anschluss gefunden habe und so viele Spiele über 90 Minuten gemacht habe. Zudem fühle ich mich in der neuen Mannschaft sehr wohl. Auch wenn wir letztlich das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Rheinlandliga nicht gewinnen konnten, schaue ich positiv auf die erste Zeit in Ellingen.


In der Aufstiegsrelegation 2013 hast du mit dem SV Rengsdorf vor über 500 Zuschauern
gespielt und auf heimischen Platz den Aufstieg in die A-Klasse gefeiert.
Vor kurzem trafst Du mit deiner neuen Mannschaft im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Rheinlandliga auf den SV Windhagen; vor über 2.100 Zuschauern. Was ist das für ein Gefühl, plötzlich vor so vielen Menschen Fußball zu spielen?
Beide Spiele waren definitiv etwas Besonderes, natürlich auch auf Grund der Zuschauerzahlen, die man sonst so nicht unbedingt kennt. Beim Entscheidungsspiel gegen Windhagen waren ja schon beim Warmmachen mehr Leute da, als bei jedem anderen Spiel. Das war schon beeindruckend. Auch der Applaus der Ellinger Zuschauer trotz der Niederlage nach dem Spiel war besonders. Im Relegationsspiel gegen Oberlahr vor 3 Jahren war zwar alles eine Nummer kleiner, aber mindestens genauso besonders, weil wir hier zu Hause den Aufstieg in die A-Klasse klargemacht haben. Die anschließende Feier in Kabine und altem Vereinsheim war überragend. Daran erinnert man sich natürlich gerne zurück.


Du hast noch viele Freunde beim SV Rengsdorf, bist privat mit vielen Spielern gut befreundet, schaust regelmäßig die Spiele und kickst in der Sommerpause mit Deinen alten Kollegen. So ganz ohne SV Rengsdorf geht es also nicht. Was wünschst du dem SV für die kommende Saison und für die nächsten Jahre?
Das stimmt. Mich interessiert es natürlich weiterhin, was im Verein passiert. Vor allem geht es mir aber auch um den Kontakt zu den Leuten im Verein, mit denen ich teilweise wirklich sehr gut befreundet bin. Das betrifft vor allem erste und zweite Mannschaft. Das neue Vereinsheim mit Terrasse ist natürlich auch ein Ort, wo man doch gerne mal vorbeischaut.
Für die neue Saison und die kommenden Jahre wünsche ich dem gesamten Verein, besonders natürlich den Senioren-Mannschaften, viel Erfolg und alles Gute und dass der eingeschlagene, positive Weg in den nächsten Jahren kontinuierlich weitergegangen werden kann.

 

Du hast fast 20 Jahre beim SV Rengsdorf gespielt und dabei auf- und neben dem Platz viel erlebt.
Was waren rückblickend Deine schönsten Erlebnisse in Rengsdorf?
Der eben bereits angesprochene Aufstieg im Relegationsspiel zu Hause in die A-Klasse war schon das absolute Highlight. Mit 1:2 Halbzeitrückstand das Spiel zu drehen und anschließend im wahrsten Sinne des Wortes die Kabine "abzureißen" (Anm: kurz danach begann der Bau des neuen Clubhauses), war einfach nur top.
Nicht unerwähnt sollte auch die A-Jugend Abschlussfeier bleiben, die nachts samt Trainerteam im kühlen Nass endete.
Die entsprechenden Leute werden sicherlich noch mit einem Lächeln auf den Abend zurückblicken.