Chronik


Erstmalige Erwähnung fand der Sportverein Rengsdorf 1926 e.V. als Nachfolgeverein und in der Tradition des ersten Rengsdorfer Fußballvereins, "Rhenania 1912", welcher den Spielbetrieb aufgrund des 1. Weltkrieges in den Jahren ab 1914 einstellen musste.

In den Nachkriegsjahren erholte sich der neu gegründete Verein langsam und wuchs kontinuierlich.

Es konnten immer mehr Mitglieder - vornehmlich junge Männer - für den Verein begeistert werden; der Sportplatz - der übrigens seit dem in Rengsdorf Fußball gespielt wird, schon immer an der gleichen Stelle an der Westerwaldstraße liegt – wurde erst vergrößert und dann ausgebaut.

Doch gerade als der Fußballsport - nicht nur in Rengsdorf - weiter auf dem Vormarsch schien, forderte auch der 2. Weltkrieg seinen Tribut.

In den Jahren nach der Machtergreifung der Nazis 1933 wurden immer mehr Männer zum Militärdienst einberufen, sodass ein Spielbetrieb zunächst immer schwerer möglich war und im Jahre 1940 schließlich komplett eingestellt werden musste.

Nach Kriegsende im Jahre 1945 wurden zunächst alle deutschen Sportvereine auf Betreiben der Besatzungsmächte verboten.

In der Folge konnte der Spielbetrieb jedoch zügig wieder aufgenommen werden und bereits am 19.Juli 1947 kam es zu einer neuerlichen Gründungsversammlung des SV Rengsdorf 1926 e.V.

Heute ist der SV Rengsdorf - auf und neben dem Fußballplatz - besser aufgestellt als je zuvor.

So investierte der Verein in den letzten Jahren immer wieder in seine Infrastruktur, um seinen Mitgliedern ein attraktives Angebot schaffen zu können.

So musste der alte Hartplatz im Jahre 2009 einem Kunstrasenplatz der neusten Generation weichen. Zudem konnte das direkt angrenzende Kunstrasenkleinfeld in Betrieb genommen werden und dient seitdem vielen Mannschaften als Trainings- und Spielfläche. Der erste Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft war also gelegt.

Schon kurz nach Inbetriebnahme der neuen Sportanlage erlebte der SV Rengsdorf einen regelrechten Mitgliederboom, der die Verantwortlichen letztendlich dazu bewegte, das vielleicht größte Projekt der jüngeren Vereinsgeschichte anzugehen.

Um den stetig steigenden Mitgliederzahlen und dem sich damit ändernden Trainings- und Spielbetrieb gerecht werden zu können, wurde das bestehende Clubhaus zwischen Sommer 2013 und Herbst 2014 komplett umgebaut und aufgestockt.

In unzähligen Stunden Eigenleistung und mit Hilfe vieler verdienter Partner, Sponsoren sowie kommunalen- und öffentlichen Partnern, entstand ein komplett neues Sport- und Freizeitzentrum.

Im Erdgeschoss wurde ein ausschließlich sportlicher Bereich mit vier Kabinen samt Duschen, Schiedsrichterkabinen und Funktionsräumen geschaffen.

Das neue Obergeschoss wurde zweigeteilt. Hier konnte zum einen André Hoffmann samt seiner Sportsbar „Auszeit“ für das Vereinslokal gewonnen werden, das seitdem beliebter Treffpunkt für jung- und alt geworden ist.

Direkt angrenzend entstand ein großer Gruppen- und Gesellschaftsraum, der für gesellschaftliche- und kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Ein eigener Kinderspielplatz, der erst im Spätsommer 2016 fertiggestellt werden konnte, sowie eine Boulebahn runden das Freizeitangebot für die ganze Familie ab.

Aktuell zählt der SV Rengsdorf über 550 Vereinsmitglieder, eine Vielzahl davon Kinder- und Jugendliche; Tendenz weiter steigend.

Erstmals in der Vereinsgeschichte konnten für die Saison 2016 / 2017 die Rekordzahl von 15 gemeldeten Jugendmannschaften im Spielbetrieb gemeldet werden.

Dazu kommen zwei Herrenmannschaften, eine Damenmannschaft, sowie die Alt-Herren-Auswahl.

Der SV Rengsdorf wird von seinen Mitgliedern, aber auch von Außenstehenden, immer wieder als „aktiver und lebendiger Verein“ wahrgenommen.

Neben dem eigentlichen Fußballspielbetrieb werden den Vereinsmitgliedern noch andere, vielfältige Freizeitaktivitäten geboten, wie z. B. die beliebte Pfingstfreizeit im Brohltal, das in den Sommerferien stattfindende „Feel-Free-Fußballcamp", die Damengymnastikgruppe, die Radsportgruppe, sowie die jährliche Skifreizeit der Alten-Herren in schöne Zillertal.

Der SV Rengsdorf stellt also in allen Bereichen seine Weichen für eine erfolgreiche Zukunft.

Besonders eindrucksvoll scheint daher auch der Altersschnitt des aktuellen Vorstandes.

Nachdem im Januar 2016 die „alte Führungsriege“ nach 15 Jahren beispielloser Vorstandsarbeit die Verantwortung in jüngere Hände gelegt hat, sind von zehn Vorstandsmitgliedern sieben unter 30 Jahren alt; zudem hat der SV-Vorstand eine Frauenquote von 50 %, was heutzutage leider immer noch eine Seltenheit in der Männerdomäne Fußball ist.

Kurzum: Der SV setzt in allen Bereichen voll auf Zukunft, ohne dabei seine Tradition zu vergessen.